Kejnu – eine Bandgeschichte

Kejnu ist seit 2006 mein Musikprojekt für verspielte Musik zwischen Pop, Rock und Electronica: fünf Alben und mehrere Jahre auf der Bühne. Und jetzt?

Nachtfoto vor Lastwagen-Kühlergrill, blaues Hemd, Blitzlicht lässt ein Auge rot aufleuchten

Wände schwarz, Vorhänge zu

Aufgewachsen bin ich in einem sonnigen Dorf am Zürichsee, mit Blick auf die Alpen. Mich zog es trotzdem ins Dunkle und Geheimnisvolle: Wände schwarz gestrichen, Vorhänge zu, Amp an und Logic Pro starten. Mit 14 habe ich meine ersten Aufnahmen auf dem 4-Spur-Kassettengerät produziert – und selbst vertickt.

Jugendzimmer mit schwarz gestrichenen Fenstern, Poster, Gitarre und Jugendlicher am alten Computer
2002

2006 bis 2015: die Band

2006 erschien Induelo, 2008 Companion, beide im Eigenvertrieb. 2010 folgte I Have No Arms And No Legs bei Saïko Records, 2014 das Doppelalbum Centillion. Bis 2015 standen wir regelmässig auf der Bühne.

Klanglich irgendwo zwischen Alternative und Dream-Pop, Ambient, Electronica und Post-Rock. Mitgeprägt haben den Sound meine langjährigen Band- und Studiopartner Alessandro Giannelli am Schlagzeug und Ramon Ziegler an den Synthesizern.

Albumcover Centillion: rot eingefärbter Berg mit Lavaspritzern vor hellblauem Himmel
Selfie in rotem Licht, langhaarig mit runder Brille und Bart

2022: Utter Delight

Nach Jahren ohne Album und ohne Bühne kam Utter Delight – das erste Album aus dem beeindruckenden, vorfreudigen und gleichzeitig beängstigenden Lebensabschnitt des Vaterwerdens und -seins. Seither ist es still geworden, ich weiss. Zu Ende ist es nie.

Albumcover Utter Delight: gemaltes Gesicht mit Tränen aus blauen Tropfen und leuchtendem Zahn

Bilder zur Musik

Die Videos sind kleine Experimente. Waterhole habe ich selbst gedreht und geschnitten: Bullet-Time aus synchronisierter Stereofotografie, aufgenommen in unfertigen Armeebunkern im Üetliberg. The Droning ist ein Feedback-Clip aus einer alten Taschenkamera.

Andere haben mitgespielt: Photons ist Knet-Stop-Motion von Martyna Koleniec, Time To Go hat Tom Huber gedreht. Die Covers entstehen meist in meiner eigenen Werkstatt – mal fotografiert, mal gezeichnet, mal mit Code generiert.

Abstraktes Cover-Artwork aus bunten Farbflächen, Objekten und geschwungenen roten Linien

Und jetzt?

Die Reise geht weiter. Wohin, mit wem, wann und warum, ist noch offen. Vielleicht ein Album, vielleicht ein Konzert, vielleicht etwas ganz anderes.

Bis dahin läuft twaklander. Und Kejnu auf Spotify, Bandcamp und YouTube.

Nachtporträt mit Cap und grauem T-Shirt vor dramatischem Wolkenhimmel, Hand an der Stirn

Projekt